Alle Artikel von ‘Thassilo’

Fensterchen 22: Julian Assange und das Märchen von der Wahrheit. (Sorry Jungs!)

Julian Assange ist wieder frei. Jetzt feiert er sich und alle wahrheitsliebenden Gutmenschen feiern mit ihm. Assange war im Knast, weil er vertrauliche, auch geheime Informationen veröffentlicht hat, haben soll, auf der von ihm mitbegründeten Wahrheitsseite “Wikileaks”. Als wäre Information gleich Information und als gäbe es so etwas wie “Wahrheit”.

Keine Angst. Es folgt hier jetzt keine esoterische Meditation zur “Wahrheit” und zum Baum, der im Wald umfällt, was der sibirische Tiger nicht hört, weil er gerade ausgestorben ist.

Eine Information muss zuerst eingeordnet werden können, um festzustellen, ob sie überhaupt relevant ist. -140 und +135 sind zunächst lediglich Zahlen mit unterschiedlichen Vorzeichen. Sie werden zu Informationen, die ich einordnen kann, wenn ich durch irgendetwas oder irgendwen erfahre, dass es sich hier um Minimal- bzw. Maximaltemperaturen auf dem Mond handelt (keine Ahnung, ob das stimmt, hab ich aber im Internet gelesen).

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Zahra

 

Der Fremde, der dich schlafend in den Rosen fand

verbraucht, verwesend und vom Leben lang vergessen

hob deinen Schleier, die Verheerung zu ermessen

- er hat den Zauber deines Gartens nicht gekannt

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Wie sich Thassilo bei Peter Macheli in die Wohnung schlich und den „Müpel“ benutzte. Was dann geschah…

 

Thassilo war ein bisschen sauer auf seinen Kumpel Peter Macheli. Seit Wochen hatte er nichts mehr von dem genialen Tüftler gehört. Der „Müpel“ stand unbenutzt auf dem Balkon des Hauses gegenüber. Oft saß Thassilo nachts hinter der Gardine seines Schlafzimmers und glotzte auf Machelis Küchenfenster, in der Hoffnung, dort das vertraute bläulich-grüne Leuchten des „Müpels“ zu erblicken – dahinter, im Zimmer an der Wand, der zuckende Schatten Machelis, der sich vor Lachen bog oder aber zusammengekauert und schaudernd in einer Nische klebte, weil er etwas Schreckliches in der Zukunft zu sehen glaubte. Doch nichts davon geschah. Das Küchenfenster blieb dunkel.

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Guido gut – alles gut!

Wie Macheli den “Müpel” an seinen Kumpel Thassilo verborgte. Was dann geschah.

Thassilo war wütend. Guido ging nicht mehr weg. Seitdem Thassilo letzte Woche bei einer Spielerei mit dem von Peter Macheli ausgeborgten Zukunftsfernseher die Begriffe „Geld*, Westerwelle* Macheli*“ und die Zahl 2022 in die Suchmaske eingegeben hatte, machte das blöde Dinge jetzt permanent die Westerwelle, auch wenn Thassilo gar nicht danach suchte. Guido beim Angeln in Kamtschatka, beim Sonnenbaden am Nil, beim Rodeln in Geißing – überall lauerte der furchtbare Kerl. Thassilo konnte sich nicht erklären, woran es lag. Übermorgen musste er Peter den “Müpel” zurückgeben. Wenn Guido dann immer noch in jeder Simulation auftauchte, dann würde sich Thassilo sein Mädchenbier in Zukunft selber kaufen müssen.

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