„Wir dürfen die Unduldsamen nicht dulden“ – Offener Brief Dresdner Bürger

Seit Wochen demonstriert Pegida in Dresden. Vieles wurde über das Bündnis, seine Märsche und Kundgebungen durch die sächsische Landeshauptstadt gesagt und geschrieben. Der gesellschaftliche und politische Hintergrund, vor dem das Phänomen Pegida erst möglich wurde, spielte in den wenigsten dieser Berichte bisher eine Rolle. Dieser offene Brief richtet sich an Dresdner Bürgerinnen und Bürger, vor allem aber an unsere demokratisch gewählten Repräsentanten – Politiker_innen in und außerhalb Sachsens – sich endlich glaubwürdig, erkennbar und dauerhaft in Wort und Tat für Fremden- und Menschenfreundlichkeit und gegen menschenverachtende, fremdenfeindliche Haltungen zu positionieren. Wir bitten alle, die sich mit dem Inhalt dieses Briefes identifizieren, diesen in den sozialen Netzwerken zu teilen und per Post beziehungsweise E-Mail an regionale Politiker, Bürgermeister_innen, Stadt-, Orts-, und Kreistagsabgeordnete zu senden. Wir möchten einem weltoffenen, verantwortungsbewussten Sachsen ein Gesicht geben und bitten dafür um Eure Unterstützung.

Unter dem Text habt Ihr nun auch die Möglichkeit, selbst den offenen Brief zu unterzeichnen.

Es folgt der „Offene Brief Dresdner Bürger“ im vollen Wortlaut:

Die „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ demonstrieren seit vielen Wochen und die Zahl der Unterstützer wächst. Von verschiedenen Seiten gibt es inzwischen Forderungen und Angebote, den besorgten Bürgern ein offenes Ohr zu leihen.

Auch wir sind Bürger dieser Stadt – und sind besorgt, beunruhigt und befremdet. Unsere Sorge gilt der erschreckenden Selbstverständlichkeit, mit der heuer in Dresden eindeutig rassistische Vorurteile in aller Öffentlichkeit vorgetragen werden. Diese Wahrnehmung beruht auf Erlebnissen, die als Einzelfall nicht hinnehmbar und zusammengenommen als Anzeichen einer Entwicklung hin zu offener Fremdenfeindlichkeit unerträglich und gefährlich sind: Da wird in einem Zug lauthals über Asylbewerber gehetzt, weil jemand „von einem Schwarzen“ beim Stadtfest zusammengeschlagen worden und dieser „ungeschoren davongekommen“ sei, und „die“ jetzt auch noch eine Weihnachtsfeier „dafür“ bekämen. Auf dem Weihnachtsmarkt fragt ein Kunde den Bratwurstverkäufer, ob er „nicht auch was gegen die vielen Ausländer hier“ hätte; der Verkäufer war übrigens Russe. Ein Initiator des Sternlaufes durch Dresden wird mit Mord bedroht. Ein Unternehmer aus Görlitz erteilt einem Benefizkonzert für Flüchtlinge eine Absage, weil er „den Missbrauch des Asylrechts nicht unterstützen will“. Bei einer Stadtbesichtigung bekennt sich der Stadtführer zu seiner Hoffnung, die Yenidze werde auch weiterhin nur aussehen wie eine Moschee und keine werden. Und in den sozialen Netzwerken ergießt sich ein unerträglicher Schwall offener Fremdenfeindlichkeit – zum eigenen Entsetzen auch unter persönlichen Facebook-Kontakten, die meinen, Fremdenfeindlichkeit wäre dieser Tage eine legitime Meinungsäußerung. Und all diesen Worten, aus denen Hass und Dummheit sprechen, folgen bereits Taten. Die Opferberatung RAA Sachsen verzeichnet einen rapiden Anstieg fremdenfeindlicher Übergriffe.

Pegida hin, Pegida her: Wir erleben in direkter Umgebung, hier in unserer Stadt, dass Rassismus und Fremdenfeindlichkeit plötzlich opportun sind. Die Parolen sind so bekannt, dass dies nicht mehr Ausdruck von aktuellen Ängsten bezüglich hoher Asylbewerberzahlen sein kann. Spätestens seit der „Expertise Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Sachsen“ des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Uni Bielefeld aus dem Jahr 2012 hätte man gewahr werden müssen, dass Sachsen ein schwerwiegendes Problem mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit als Ganzes hat. Bereits zwei Jahre vor der ersten Pegida-Demonstration sagten 62 Prozent der Sachsen, es gebe zu viele Ausländer in Deutschland. Weitere 38 Prozent fühlten sich wegen der „vielen Muslime“ hier wie „Fremde im eigenen Land“. Knapp jeder Fünfte (17 Prozent) war der Ansicht, dass „die Weißen zu Recht führend in der Welt“ sind. Bei Pegida geht es nicht um Asylbewerber und das Problem ist weder neu noch temporär. Die Asyldebatte ist lediglich eine willkommene Projektionsfläche. Bitter, aber wahr: Die Grundlage von Pegida bilden gesellschaftlich tief verwurzelte Ressentiments. Selbst wenn die Pegida-Demonstrationen an Anziehungskraft verlören und in einigen Wochen niemand mehr hinginge, diese Ressentiments werden bleiben, ein neuer Anlass wird sich finden.

Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist nachweislich ein Syndrom. Das heißt, wer heute gegen Asylbewerber ist, hetzt morgen vielleicht gegen Obdachlose, gegen Homosexuelle – Stichwort „Besorgte Eltern“ –, gegen Behinderte, gegen jede x-beliebige Minderheit, gegen jeden, der vermeintlich schwächer ist als man selbst. Deshalb hält sich unser Verständnis für Pegida in Grenzen – auch für die „Mitläufer“. Zur Instrumentalisierung braucht es nicht nur einen, der instrumentalisiert, sondern auch einen, der sich instrumentalisieren lässt.

Beunruhigend ist es allerdings auch in der letzten Zeit für Bürger, die sich ehrenamtlich für Flüchtlinge engagieren, die organisieren und vernetzen, gegen Fremdenfeindlichkeit auf die Straße gehen, das von der Stadt fahrlässig verursachte Informationsdefizit mit Websites, Posts und unzähligen Diskussionen versuchen aufzuholen, sich Tag für Tag dem alltäglichen Rassismus im öffentlichen Raum entgegenstellen, dass wir uns von unseren Repräsentanten im Stich gelassen fühlen. Die erste Reaktion von politischer Seite gab es erst, als Pegida in die achte Woche ging. In einer Pressemitteilung verurteilte die CDU‐Stadtratsfraktion die Blockierer vom 1. Dezember – kein Wort zu Pegida, keine politische Haltung. Das erinnert in beunruhigender Weise an frühere Auseinandersetzungen um den 13. Februar, die überwunden schienen. Wie die Februar-Gegendemonstrationen mit bürgerschaftlicher Beteiligung wurde nun auch der Protest gegen Pegida auf eine Blockade reduziert. Aber, nachdem sich Leute auf die Straße setzten und über das Geschehen in Dresden in nationalen und internationalen Medien berichtet wurde, brach plötzlich emsige Betriebsamkeit aus. Das Image der Stadt könnte leiden und negative wirtschaftliche Effekte nach sich ziehen.

Wer nun gehofft hat, die Politik würde sich zu einer deutlichen, wahrnehmbaren Haltung durchringen, sah sich enttäuscht. Den Vorschlag vom Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung Frank Richter, eine Menschenkette als Zeichen gegen den Geist von Pegida zu initiieren, kassierte der Moderator der AG 13. Februar Joachim Klose mit den Worten: „Das Symbol darf nicht missbraucht werden, sonst wird es geschwächt.“ Dieser Standpunkt darf zumindest irritieren, wirft man einen Blick auf den Text, mit der die Stadt Dresden in diesem Februar zur Menschenkette aufgerufen hatte: „Gleichzeitig sind wir täglich gefordert, uns für eine friedliche und menschenwürdige Gesellschaft einzusetzen. Mangelnden Respekt vor der Menschenwürde Anderer, Alltagsrassismus und nationalsozialistisches Gedankengut werden wir nicht hinnehmen. Sie sind ein gesellschaftliches Alarmsignal und der Nährboden für Terror und Gewalt.“ Es wird also die Frage erlaubt sein: Inwiefern wäre eine Menschenkette als Zeichen gegen den Geist von Pegida ein Missbrauch? Wie soll das Symbol dabei geschwächt werden können? Der politischen Scharmützel gibt es weitere: Innenminister Markus Ulbig (CDU) versprach vor wenigen Wochen rasch, eine „Sondereinheit“ gegen kriminelle Asylbewerber zu bilden. Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) möchte vor allem die Grundrechte des Gastlandes respektiert wissen. Wir hoffen inständig, dass nicht nur „Gäste“ die Grundrechte in unserem Land respektieren. Nur Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz fand nach acht Wochen Pegida endlich deutliche Worte. Leider währte die Gelegenheit zum Aufatmen nur kurz. Denn anschließend musste die Mehrheit aus Linken, SPD und Grünen im Dresdner Stadtrat gegen den Widerstand von CDU und FDP durchsetzen, mehr Sozialarbeiter für Asylbewerberheime einzustellen und mehr Sprachkurse zur Verfügung zu stellen. In der CDU wird derweil munter über die Änderung der Zuwanderungsgesetze diskutiert. Auch der neue Ausländerbeauftragte des Freistaats Sachsen Geert Mackenroth forderte in einem ersten Statement Änderungen im Zuwanderungsgesetz. Schon 1993 wurde das Asylrecht in Deutschland verschärft – und trotzdem steht rund 20 Jahre später Pegida auf der Straße.

Wenn das wirklich alle Antworten sind, welche die Stadt und der Freistaat angesichts eines derartigen Aufbrechens von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Intoleranz, Hass und kruden Verschwörungstheorien findet, wenn alles links von der Mitte, die nach oben genannter Studie nachweislich weit im rechten Lager siedelt, Extremisten sind, dann sind wir – die engagierten und ernsthaft besorgten Bürger dieser Stadt – nicht existent. Dann sind wir der Schatten der Weltoffenheit, die Dresden so gern vor sich her trägt.

Fordert man eine klare Haltung gegenüber Pegida, wird dieser Tage oft die Meinungsfreiheit ins Feld geführt. Ein hohes Gut, das aber verteidigt werden will. Schnell zitiert man auch Voltaire: „Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“ Dem möchten wir Popper entgegenstellen, dem, im Gegensatz zu Voltaire, auch Auschwitz ein Begriff war: „Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. […] Wir sollten daher im Namen der Toleranz das Recht für uns in Anspruch nehmen die Unduldsamen nicht zu dulden.“ Im Grundgesetz verankert ist zudem nicht nur die Meinungsfreiheit, sondern auch die Menschenwürde, das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, Gleichberechtigung und auch die Freiheit der Religionsausübung. Unsere Sorgen indes verhallen im überbordenden Verständnis für die „Sorge“ der 15.000 vor einer „Asylflut“, vor einer „Islamisierung“, vor einem „Untergang des Abendlandes“.

Wir und gewiss weitere Bürger Dresdens fühlen uns aufgerieben zwischen Pegida, einer Politik, die nur Öl ins Feuer gießt, und einer ganz neuen Qualität alltäglichen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Das alles macht uns fassungs- und ratlos. Wir treten Brände aus, anstatt den Brandherd zu bekämpfen. Wir haben eine andere Vorstellung von Dresden. Wir erwarten eine deutliche politische Haltung. Wir möchten nicht in einer Stadt leben, die ihre Bürger ignoriert, die ihnen nicht den Rücken stärkt, wenn man doch vorgeblich die gleichen Ziele teilt. Die offensichtliche Utopie einer weltoffenen Stadt Dresden vor sich her zu tragen und als Mantra in jedes Mikrofon zu sprechen, hilft uns nicht weiter.

Unser Dresden ist uns fremd geworden. Gestern erreichte uns die kurze Meldung einer Freundin: „Familienrat hat getagt. Optioniert Umzug.“ Wir hören schon Pegida rufen: „Na dann geht doch!“ Ist das gewollt? Sofern jemand bereit ist, statt an den Symptomen herumzudoktern, endlich den Ursachen auf den Grund zu gehen und sie zu bekämpfen, sind wir mit all unserer Tatkraft mit an Bord.

Anna-Maria Schielicke

Anja Bohländer

Antje Odermann

Antje Borrmann

Torsten Klaus

Tobias Strahl

Selber unterzeichnen:

25 comments

  • Ich meine wer Pegida folgt hat aus der Geschichte nichts gelernt!Kriminelle werden im allgemeinen nicht willkommen geheißen,.Brauchen die wieder mal einen Leitochsen? Führer befiehl wir folgen Dir! Gruselig! Mit frdl Grüßen M.Tillmanns!

  • Vielen Dank für diese genaue Analyse. Besonders für die treffende Beschreibung der Mängel in den Antworten der Politik auf die „Patrioten“. Gerne leite ich das weiter, auch an die CDU in Dresden.

  • Lieber A. Osiander,
    Sämtliche Weiterleitungen an politische Amt- und Würdenträger sind ausdrücklich willkommen.
    Beste Grüße,
    Torsten Klaus

  • 6 Bürger repräsentieren Dresden?

    Egal.
    Was ich dazu zu sagen habe:

    Lächerlich wie ihr euch einsetzt gegen die eigenen Reihen! (Menschen sind Menschen, Politiker und Staatsdiener sind der andere Teil)
    Wieso geht ihr nicht auf die Strasse um zu demonstrieren, dass sich der Staat dafür einsetzt, dass keine Menschen mehr von IS gefoltert, vergewaltigt und grausam ermordert werden? ZB im Rahmen eines Bundeswehreinsatzes.
    Wie stellt der Staat sicher, die IS-Anhänger unter den Flüchtlingen zu identifizieren?
    Was wurde aus dem Vorschlag, die Personalausweise zu markieren?
    Wieso ist es euch egal dass im schlimmsten Fall grausame Mörder und teuflisch böse Kreaturen neben euch wohnen?

    Wieso ist euch das alles egal?
    Hauptsache ihr könnt gegen Menschen demonstrieren, die friedliche Weihnachtslieder singen und von denen viele so eingestellt sind wie ihr selbst?
    Wieso werden diese Fragen nicht geklärt und einfach drauf los demonstriert?
    Weil ihr alles glaubt was der Staat und die Massenmedien sagen?

    Ich freue mich auf den Tag, an dem alle verstehen was passiert (ist) und aufwachen.

    Aber da dies alles der Mehrheit der Bevölkerung egal ist bzw. sich diese Fragen nicht stellen,
    wird es bald terroristische Anschläge in Deutschland geben und Menschen werden sterben
    – durch IS

  • So schreibt man also einen erfolgreichen offenen Brief gegen diese pegida? …nicht. Anstatt Einigkeit der Gegner dieser irritierten inhomogenen Gruppe zu erzeugen, wird gezielt mit Vorwürfen gearbeitet und ausgegrenzt. Schade um die Zeit und das Engagement, was dadurch verpuffen wird. Es wird leider welche geben, die sich darüber freuen werden. Und das sind genau diejenigen, die man eigentlich bekämpfen sollte. Nämlich die Rassisten und Menschenfeinde dieser pegida. Wut im Bauch und schnöde Empörung helfen hier nicht mehr weiter. Ich appelliere an die Vernunft und ein Überdenken der alten Rezepte gegen solche Erscheinungen. Das die nicht funktionieren, liegt nur zum Teil an der Unfähigkeit der „Köche“. Aber das wurde ja zum Teil auch schon von den Initiatoren des offenen Briefes erkannt.
    MfG Kluever

  • Auch von mir, Vielen Dank!
    Sehr treffend, und ich als Dresdner Bürger würde es auch sofort so unterschreiben. Da es bei der Dresdner und Sächsischen CDU auch aus meiner Sicht besonders viel Bedarf zum Nachdenken gibt, habe ich es auch mal dem mir einzigen vertrauensvollen Politiker dieser Partei zum Lesen gegeben – im Übrigen nicht wirklich mit der Illusion behaftet, dass es zu ernsthaften Debatten führt, aber ich würde mich auch gern mal irren…

  • @Heiko sagt am 23. Dezember 2014 um 14:50: „Weil ihr alles glaubt was der Staat und die Massenmedien sagen?“ – Nein, Heiko. Sondern weil es zum Glück eine gehörige Anzahl Bürger in dieser Stadt gibt, die ein Hirn haben und verstehen, wie es zu nutzen ist. Man braucht keinen Bachmann! Und keinen Weihnachtsmann, der die PEGIDAs beglückwünscht zur Teilnahme am Mob, und dabei keine zwei Wörter stammeln kann ohne abzulesen. Ja, es sind 6 Erstunterzeichner – aber so viel mehr als 17500, die diese Meinung der „sechs“ teilen. Aber das ist – natürlich – auch nur wieder Propaganda, gesteuert durch die Lügenmedien…

  • Dieses Mitläufertum ist katastrophal. Anstatt die neoliberale Politik an zu sprechen, die mit Armutsgesetzen dazu beigetragen hat, dass Rentner sich auf die Unterstützung der Grundsicherung freuen dürfen, dass Arbeit hoch gelobt wird, egal wie sie bezahlt wird, dass Banken einfach zocken dürfen und das die Bürger bezahlen müssen, dass Strompreise in die Höhe gingen, dass Wiesenhof seinen Geflügelreste nach Ghana schickt und dort die Geflügelhändler keine Chance haben, dass in Tansania mit Kleiderspenden der Textilmarkt dort kaputtgeht……diese Aufzählung ließe sich noch weiter führen, und das alles für Wettbewerbsfähigkeit, für den Markt, für die Wirtschaft, aber eben gegen die eigene Bevölkerung – damit meine ich alle – anstatt das zu tun, sich mit den Verursachern dieser asozialen Politik anzulegen, dreschen sie verbal auf Leute ein, die nichts, aber auch nichts, für diese Probleme können.

  • Tut mir leid,aber das kann doch gar nicht unterschreiben.Das ist Hetze und Falschmeldung über PEGIDA.“eindeutig rassistische Vorurteile“,“in einem Zug lauthals über Asylbewerber gehetzt“,was hat das mit Pegida zu tun? Unternehmt lieber was gegen die islamistischen Hassprediger,die immer noch ungestraft ihr Unwesen treiben.Das ist die größte Gefahr für Deutschland.

  • Werte Teilnehmer dieser Forendiskussion,

    Ich weise noch einmal darauf hin, dass wir Anonymität und gute Diskussionskultur für unvereinbar halten.

    Tobias Strahl

  • Siehe da,die Politik macht eine Kehrtwende.Sachsens Innenminister Ulbig erfüllt erste Forderung von PEGIDA!!!Es lohnt sich also doch,auf die Straße zu gehen.Siehe Sächsische Zeitung von heute: http://www.sz-online.de/sachsen/sachsens-innenminister-tunesiern-asyl-im-regelfall-verweigern-3002328.html

  • Wenn auch nicht aus Dresden, weigere ich mich die 30ger ff neu auflegen zu lassen, während der sächsische Häuptling nach Zivilcourage schreit und dann zuschaut wie seine eignen Justizbüttel alles kriminalisieren, was dieser Entwicklung entgegentritt.

  • Ich finde es wichtig zu zeigen, dass die Inhalte der Pegida nicht mit den Aussagen der Menschen übereinstimmen die Pegida folgen. Es zeigt dass hier ein Mangel an Informationen herrscht und sich direkt dagegen gesträubt wird weiter zu denken. Ich will in keiner Stadt leben, in der soviel Ignoranz herrscht.

    Fremdenfeindlichkeit wird salonfähig gemacht und das sogar mit zum Teil linken Forderungen. Wie geht das? Was läuft dort falsch?

    Das sind Menschen die ihrem Hass freien Lauf lassen ohne zu gucken für was bzw gegen wem sie dort demonstrieren.

    Ich warte noch auf den Spruch: April, April! Denn diese ganze Pegida ist so widersprüchlich und absurd, dass es nur ein Scherz sein kann.

  • So wie dieses Positionspapier vor mir liegt, ist es auch für mich als Dresdner nicht wirklich möglich dies zu unterschreiben. Viele Aspekte sind durchaus zutreffend und gehören angesprochen.
    Für viele Ereignisse hat es in der Vergangenheit immer eine Ursache und einen Auslöser gegeben. Der Auslöser für die Pegida Demonstration war zweifelsohne die Tatsache, dass Anhänger der PKK auf der Prager Straße, Waffen für die Verfassungsfeindliche und daher verbotene Arbeiterpartei PKK gefordert haben. Anders als in der Stadt Celle (Niedersachsen) ging dies in Dresden einigermaßen friedlich zu. Was jedoch in Celle geschehen ist bedarf weiterhin größtmöglicher Aufarbeitung. Bei Pegida werden leider viel zu viele Themen in einen Topf geworfen und auch der Name ist meiner Meinung nach nicht wirklich klug gewählt. Wobei man aber schon bei einer der Ursachen ist. Die Polizeiberichte regionaler Zeitungen, waren 2014 im wöchentlichen Rhythmus geprägt durch die Meldungen von Autoeinbrüchen, Diebstählen etc. begangen durch Tunesische Asylbewerber und Einwanderer. Auch die ständigen Razzien am Wiener Platz haben viele Menschen zur Kenntnis genommen. Nun lassen sich leider viele Menschen dazu verleiten daher mit einer gewissen Abwehrhaltung gegen Menschen aus diesem Land zu begegnen. Solch ein Denkmuster, mag es logisch sein oder nicht, lässt sich leider nie wirklich ganz ausschalten. Bedenkt man, dass tunesische Asylbewerber ausschließlich dem Freistaat Sachsen zugeteilt werden, so ist es kaum verwunderlich, das Pegida gerade in Sachsen so viel Zuspruch hat. Den Menschen wurde ständig etwas von Flüchtlingsfamilien erzählt welche so kaum anzutreffen sind. Damit wäre man schon bei einer weiteren Ursache. Die Tatsache, dass die Bürger erst nach der Landtagswahl über die Anzahl der notwendigen neu zu errichtenden Asylbewerberheime informiert wurden ist auch eine Möglichkeit die Glaubwürdigkeit der Politik in Frage zu stellen. Ohne Frage ist dies ein sensibles Thema, jedoch gerade deshalb sollte man damit nicht im Eiltempo die Leute überrennen. Aber man hat dies in den Rathäusern und im Landtag bewusst in Kauf genommen.
    Ob Pegida langfristig mit Ihren Forderungen Erfolg hat oder nicht, mehr Aufmerksamkeit hat dieses ganze Thema auf jeden Fall bekommen. Und der Versuch eine Homogene Gruppe bei Pegida zu finden, ist an Weltfremdheit kaum zu übertreffen. Es kann nur der Dialog aller beteiligten dazu führen diesen Konflikt einigermaßen zu lösen. Mit Diffamierungen wie Rattenfänger, Demagogen, Gutmensch etc. ist dem ganzen jedoch nicht geholfen. Ganz egal von welcher Seite. Und wirklich mit Ruhm haben sich die Medien in den letzten Wochen nicht bekleckert. Was wurde nicht alles von dem Ansehen der Bundesrepublik Deutschland geschrieben. Es kann sich doch jeder einmal die Kommentare in den Online Ausgaben der internationalen Presse zu Gemüte führen. Und damit sind vor allem die Kommentare der Leserschaft gemeint.
    In diesem Sinne einen guten Rutsch und ein gesundes Neues Jahr.

  • bin absolut mit der aussage von Heiko zu identifizieren !

    6 DRESDENER BÜRGER WOLLEN DRESDEN REPRESÄNTIEREN ??? ( ist wohl ein Witz )

    finde es beschämend gegen eigene Leute zu protestieren ( gegen PEGIDA ) die dafür sorge tragen wollen, dass unsere Kinder und Enkelkinder in einer friedliebender und christlicher Gesellschaft leben können.
    hier in DEUTSCHLAND in EUROPA, den Leuten zutritt erlauben, die bereit sind Christen zu verfolgen oder zu ermorden, ist ein FATALER UND GROSSE FEHLER !!!
    denkt nah, ihr angeblichen Gutmenschen ?
    PEGIDA sollte uns alle langsam wach rütteln !

  • Diesen Hetzerischen Müll kann doch kein normaldenkender, der noch einen Funken Verstand und Vaterlandsstolz hat unterschreiben!
    Die richtig gefährlichen sind nicht mal der Islam und PEGIDA, sondern diese selbsternannten pharisäerischen, verlogenen, scheinheiligen GUTMENSCHEN die mit einem Heiligenschein sterben wollen, aber das Gegenteil von dem was die wollen erzeugen!!!!

  • Noch einmal möchten wir darauf hinweisen, dass wir in Anonymität das Gegenteil von Diskussionskultur sehen. Auch bitten wir darum, Ausrufezeichen und Beleidigungen weniger inflationär zu gebrauchen und stattdessen mehr Gewicht auf Orthographie und Ausdruck zu legen. Die Beiträge von „Ex Dresdener“ und „Einfach nur ich!“ sind geeignet, der Dringlichkeit beider Anliegen Ausdruck zu verleihen.

    Tobias Strahl

    Die Sehnsuchtsort-Redaktion wünscht einen guten Start ins neue Jahr.

  • Was heißt denn, „gegen die eigenen Leute zu demonstrieren“? Vertreten etwa 17.000 Leute den „Rest“ der rund 500.000 Dresdner Einwohner? Ich denke eher nicht … 😉

    MfG

  • Und das hier nur mal so zur pegida, die ihr so verteidigt @Enfach nur ich“ und @Ex Dresdner:

    http://www.sz-online.de/nachrichten/steinwuerfe-aus-dem-glashaus-3007431.html (aber ist ja sicherlich alles nur wieder diese verlogene Presse)

    MfG

  • Was ich nicht verstehe ist, was schön an einem Alkohol- und Musikverbot in der Neustadt sein soll? Und wahrscheinlich bin ich auch zu blöd zu verstehen, was Religionskritik mit Rassismus zu tun hat.

  • Anonyme Diskussionsbeiträge befremden uns auch in dieser Woche nicht weniger als in der vorhergehenden. Wir meinen, es ist bezeichnend, wenn man seinen Standpunkt nur anonym vertreten kann und fragen uns, wie viel Massenbewegung ohne Anonymität möglich wäre. Ein rhetorische Frage – zugegeben. Berechtigt erscheint sie uns dennoch.

    Tobias Strahl

  • Weil ich gern in dieser eigentlich so schönen Stadt bleiben möchte, muß ich das unterschreiben.
    Ich danke den Verfassern für diese klaren Worte.

  • Vor einigen Jahren fuhr ich mit einem Kollegen aus Berlin, welcher dort gute Kontakte zu Muslimen pflegte, durch Dresden. Wir unterhielten uns über dieses und jenes. Fachsimpelten. Als wir – Richtung Altstadt fahrend – die Marienbrücke erreichten, wurde es still neben mir. Am Ende der Brücke gefolgt von einem „Das hätte ich ja nicht gedacht!“. Ein paar Sekunden genoß ich die Bewunderung für unsere Stadt, mußte ihm dann aber leider doch erklären, dass die Moschee keine ist und nie eine war. Seitdem trage ich den Gedanken mit mir rum, „Was wäre, wenn doch…eine muslimische Gemeinde dort ihren Raum fände? Ein Aushängeschild für Dresden wäre es allemal.

  • Leider habt Ihr mit dem Brief immer noch recht – Pegidisten fordern weiter unter Androhung körperlicher Gewalt Toleranz für ihre menschenfeindlichen Ressentiments – und es gibt auch immer noch Politiker, die auf deren Stimmen hoffen. Ich bin besorgt und beunruhigt und befremdet und neige nicht zu Gewalt gegen Minderheiten,da ich mich aber zu benehmen weiß wird mir von denen kein Dialog angeboten. Und gegen Leute die ich nicht so schätze wird auch keine SoKo gegründet.
    Der Brief gehört weiter verbreitet als das bisher gelungen ist.

  • […] nicht der Petitionsausschuss für unser Anliegen zuständig fühlt, wurde schlicht ignoriert. Ein offener Brief an die damalige Oberbürgermeisterin Dresdens vor zwei Jahren führte zumindest schon mal zu einer […]

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