14. Fensterchen: Lieber guter Weihnachtsmann

Neulich hatte ich einen schönen Traum:
Der Weihnachtsmann hat die Kinder verhaun!
Für das ganze Einschlafrandaletheater
wollt er wohl entschädigen mich genervten Vater.

Doch noch ehe ich aufwach und speicher den Traum
– glückselig grinsend, samt Tannenbaum –
dreht sich der Alte um zu mir:
„Ich muss noch ein Wörtchen reden mit dir!

Es gibt da ´ne Sache, die mir gar nicht passt
wann hast du das letzte Mal eine Email verfasst,
an Freunde, Kollegen, Verwandte, Bekannte,
die Oma, den Opa, den Onkel, die Tante?

Was, du kannst dich schon nicht mehr erinnern?
Und du willst Vorbild sein deinen Kindern?
Dich hört man auch selten am Telefon!
Worauf ich hinaus will, weisst du schon.

Dein technisches Spielzeug nehm ich wieder mit!“
Und schon war er weg, mit schwerem Schritt.
„Ich bin doch bei Facebook, ist das nicht genug?“
Man hört nur sein Lachen, vorbei ist der Spuk.

‚Dann kauf ich´s mir selber‘ denke ich nur,
und renn gegen die Türe im dunklen Flur.

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