18. Fensterchen: Wutbürger proben Protestwelle

Die Kulturstadt Dresden erlebt morgen früh ihr rotes am Blauen Wunder: Das erste große Dresdner Protestpinkeln wird am Sonntag ab 8.08 Uhr tausende Gutbürger vereinen. Gleichzeitig ist es der erste Slowmob der Dresdner Kulturgeschichte, denn gepinkelt wird für einen guten Zweck: Die Wut der Bürger am steigenden Wasserstand der Elbe zu messen.

Ein Protestpinkler erläutert: „Wenn die Politik es nicht schafft, uns adventsonntags per Shoppen oder Jobben zu unterhalten, dann machen wir halt sowas: direkt von der Brücke in die Elbe.“ Ziel sei es, eine große warme Welle der Sympathie gen Hamburg zu senden, sagt ein Organisator, der nicht zu Dresdens Welterben gehört. Dafür werde die ganze Nacht vom Samstag mit einer riesigen  Glühweinparty vorgefeiert. Zwei Tanklaster mit vorgewärmten „Blue-Wonder-Punsch“, spendiert von einem unbekannten Nobelpreisträger, blockieren am Samstagnachmittag die Brückenzufahrten am Schiller- und Körnerplatz. Wegen der zu erwartenden Protestwelle wurde sogar die Elbschifffahrt rings um die Brücke eingefroren.
Rudi Ment

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