Extremismus in Kosovo / Extremism in Kosovo

Frontseite der neuen Ausgabe des Magazins "Kosovo 2.0" mit dem Title "SEX" / Cover of new the issue of the Magazin "Kosovo 2.0" with the title "SEX". Source: Kosovo 2.0

 

By Tobias Strahl. On 14 December, the editors of the magazine “Kosovo 2.0”, a publication dedicated to the (lack of) political culture on the Balkans, planned a public discussion with a subsequent party in Priština, the capital of Kosovo. The event should take place in the context of the recently released winter-issue of the journal. However, before the evening could start out with a reading of the authors of the new magazine, a crowd of 20 men, some of them with covered faces, burst into the venue, destroyed the stage and beat up one member of the staff of the magazine.

Von Tobias Strahl. Die Herausgeber des Magazins „Kosovo 2.0“, einer Zeitschrift, die der politischen (Un-) Kultur der Balkanstaaten gewidmet ist, planten für den 14. Dezember in Prishtina, der Hauptstadt Kosovos, eine öffentliche Diskussion mit anschließender Feier zur neuen Ausgabe des Journals. Doch noch bevor der Abend mit einer Lesung der Autoren des neuen Heftes in seine erste Runde gehen konnte, stürmten etwa 20 zum Teil vermummte Männer die Veranstaltung, zerstörten die Bühne und schlugen einen Mitarbeiter des Magazins krankenhausreif.

Please see the English version of the text below.

Die Winterausgabe von „Kosovo 2.0“ mit dem prägnanten Titel „SEX“ sorgte bereits im Vorfeld in Kosovo für kontroverse Diskussionen. Der Grund dafür ist ebenso einfach wie anachronistisch: die Beiträge in „SEX“ wollen Geschlechterrollen auf dem Balkan – und deren politische Implikationen – diskutieren, nachdem sie sie zuvor aus dem stickigen Dunkel einer patriarchalischen Gesellschaft ans Tageslicht gezerrt haben. Dabei machen die Autoren und Herausgeber von „Kosovo 2.0“ unmissverständlich klar, woran ihnen gelegen ist: „Unsere Botschaft und Position sind klar. Wir sehen dieses Magazin als einen Aufruf an alle, sich zu zeigen und frei mit ihrer Sexualität zu brechen. Es ist ein Appell, soziale und legale Barrieren niederzureißen, die Menschen davon abhalten, ihrer Sexualität offen Ausdruck zu verleihen, ihre sexuelle Freiheit zu leben und gleichermaßen den öffentlichen Raum zu beanspruchen und ihn mitzugestalten“, schreibt Besa Luci im Editorial zu „SEX“.

Das klingt nach starken Anleihen bei Wilhelm Reich und Siegmund Freud und den Forderungen der sexuellen Revolution zu Beginn der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Kalter Kaffee, mag manch einer aus (zentral-) europäischer Perspektive meinen. Auf dem Balkan mitnichten. Die „Parada“ in Belgrad, der Umzug der Homosexuellen in der Hauptstadt Serbiens, musste nach Drohungen aus der Hooliganszene im vergangenen Jahr trotz massiven Polizeiaufgebots abgesagt werden, sexuelle Diskriminierung ist in den Balkanstaaten an der Tagesordnung. Bereits im Vorfeld der Veranstaltung am 14. Dezember wurden die Herausgeber von „Kosovo 2.0“ in E-Mails und Kommentaren auf ihrer Internetseite bedroht.

Doch die Veranstalter des Abends ließen sich von den Drohungen nicht einschüchtern. Als jedoch nach der Lesung, die unter Polizeischutz wie geplant stattfinden konnte, eine Gruppe von etwa 100 Menschen vor dem Gebäude aufzog und Parolen wie „Päderasten raus!“ und „Allah ist groß!“ skandierte, brachen die Herausgeber von „Kosovo 2.0“ die Veranstaltung ab, „um die Sicherheit von Mitarbeitern und Besuchern nicht zu gefährden“, wie es in der offiziellen Erklärung seitens der Veranstalter heißt.

Unmittelbar nach der Attacke gegen die Veranstaltung des Magazins „Kosovo 2.0“ verurteilten namhafte Vertreter der internationalen Gemeinschaft in Kosovo sowie mit Vlora Çitaku, dem Minister für Europäische Integration und Petrit Selimi, dem stellvertretender Außenminister Kosovos, zwei kosovarische Offizielle die Angriffe. Selimi rief Polizei und Justiz des Landes, die Islamische Gemeinschaft Kosovos sowie Fußballvereine und politische Parteien auf, gegen diese „Verletzung des Rechts sich öffentlich zu äußern aktiv vorzugehen“.

 

Hintergrund und Kommentar:

Der Traum vom einheitlichen, geschlossenen Kosovo ist ausgeträumt. Nicht erst nach dem letzten Ereignis, der Deklaration des unabhängigen, souveränen Kosovo am 17. Februar 2008, mit dem sich die kosovarische Gesellschaft zumindest nach Außen als Einheit präsentieren konnte, werden die Risse und Abgründe in der Gesellschaft des balkanischen Zwergstaates offenbar.

Schon als der albanische Intellektuelle und mehrfach international ausgezeichnete Schriftsteller Ismail Kadare unmittelbar nach der Zerstörung von serbischen Kirchen und Klöstern in Kosovo am 17. und 18. März 2004 in einem Essay mit dem Titel „Demütigung auf dem Balkan ((Poshtërimi në Ballkan), 2004)“ den latenten Rassismus seiner Landsleute kritisierte, hagelte es Morddrohungen.

Es ist kein Geheimnis: in Kosovo sind in den letzten 20 Jahren Nationalismus, Chauvinismus und Rassismus in einigen Gesellschaftsteilen geradezu kultiviert worden. Minderheiten wie Ashkali und Roma, häufig auch Bosniaken und die Handvoll Serben, die noch in Kosovo lebt, werden ebenso diskriminiert, wie die Albaner Kosovos zu Ausgang des letzten Jahrhunderts durch die Serben.

Von sexueller Diskriminierung ist der Teil der kosovarischen Bevölkerung betroffen, der von den traditionellen Rollenbildern einer patriarchalischen Gesellschaft abweicht. Nachdem die Serben nicht mehr als unmittelbare Bedrohung instrumentalisiert werden können, werden die Feindbilder in die immer noch hinreichend heterogene Gesellschaft Kosovos hineinprojiziert. In einem privaten Gespräch im Sommer dieses Jahres äußerte ein guter Freund und Kosovo-Albaner, dass der nächste Krieg unter Albanern ausgefochten werde. Das mag übertrieben erscheinen, verweist aber auf die derzeitige gesellschaftliche Verfassung Kosovos

Das ist Wasser auf die Mühlen serbischer Nationalisten und europäischer Verschwörungstheoretiker, die diese Entwicklung schon immer vorausgesehen haben wollen. Doch liegen diese genauso falsch wie die Vertreter der Ansicht, in Kosovo hätten die Ethnien allzeit friedlich beieinander gelebt. De facto haben die Nationen des Balkans, allen voran die Serben, kräftig darauf hingearbeitet, dass sich Kosovo derzeit in einem desolaten gesellschaftlichen Zustand befindet. Sie haben sich „ihre“ Kosovaren erst geschaffen. Die Serben unter anderem mit den „privremene mere“, „den vorübergehenden Maßnahmen“ in den neunziger Jahren, die mit Massenentlassungen, Vertreibungen und Isolierung der Albaner Kosovos das Erliegen des öffentlichen kulturellen Lebens in Kosovo und den Ausfall einer ganzen Generation junger kosovarischer Intellektueller zur Folge hatten.

Nationalismus, Chauvinismus und Rassismus sind jedoch keine originär kosovarischen Probleme. Serbien kämpft damit ebenso wie Mazedonien, Kroatien und Bosnien und Herzegowina. Aus der Erniedrigung und Diskriminierung des vermeintlich „Fremden“ lässt sich in Zeiten einer umfassenden gesellschaftlichen Krise, die im Grunde eine soziale Krise ist, jede Menge Macht generieren.

Dieses Paradigma, das am Zusammenbruch Jugoslawiens in den achtziger Jahren und dem Weg in die Kriege von 1991 bis 1999 beobachtet worden ist, ist bis heute nicht überwunden. Die serbische nationalistisch-klerikale Dveri Srpske Pokret (etwa: Türen Serbiens-Bewegung) profitiert davon ebenso wie die kroatische Hrvatska Stranka Prava (Kroatische Partei des Rechts) oder die Srpska Demokratska Stranka (Serbische Demokratische Partei) in Bosnien und Herzegowina sowie diverse politische Filialen und Nachfolgeorganisationen der extremistischen Befreiungsarmee Kosovos (Ushtria Çlirimtare e Kosovës), die bis heute in Kosovo große Macht ausüben. Die Hooligans, die die Präsentation von „SEX“ am vergangenen Freitag stürmten, unterscheiden sich diesbezüglich in keiner Weise von ihren serbischen Pendants.

Bedeutender als die politischen Bauernfänger und deren Parolen sind jedoch die vielen kleinen und großen Vorurteile, Verächtlichkeiten und Ängste gegenüber dem Fremden, an die sie anknüpfen können; Gepflogenheiten, die sich in der Gesellschaft der Balkanstaaten in den vergangenen zweihundert Jahren festgefressen haben wie die hartnäckige Patina auf der Oberfläche einer kulturell unvergleichlich reichen, heterogenen Gesellschaft. In Zeiten der Krise erscheint es einfacher, die gesellschaftlichen Missstände auf einen angeblichen inneren oder äußeren Feind zu projizieren, als den anstrengenden Weg des Dialogs zu gehen, in dem liebgewonnene Feindbilder – und mit ihnen die Macht, die aus ihrer Propagierung gezogen wird – auf den Prüfstand geraten. Die Phänomene aus einer anderen europäischen Perspektive zu kritisieren, ist jedoch nur dann zulässig, wenn eingeräumt wird, dass wir gerade im Osten Deutschlands bis heute ganz ähnliche Probleme haben.

Vor diesem Hintergrund muss schon das Impressum von Kosovo 2.0 wie eine Provokation auf hartgesottene Nationalisten und deren Mitläufer wirken. Albaner, Serben und Kroaten, allesamt gute bis sehr gute Journalisten schreiben einvernehmend kritisch über die Gemeinschaft, der sie angehören. Eine niederländische Graphik-Werkstatt trägt Sorge für das Erscheinungsbild des Heftes, und im erweiterten Herausgeberkollektiv finden sich die Namen des niederländischen Fotografen Joan de Boer und keiner geringeren als Anna di Lellio, die in der herausragenden Monographie „A Case for Kosova“ (2006), zu der Ismail Kadare das Nachwort schrieb, Autorengrößen wie Noel Malcolm und Ivo Banac versammelte, die dort mit den gängigen Vorurteilen gegenüber Kosovo gründlich aufräumen.

Albaner, Serben und Kroaten, mit Beteiligung aus dem westlichen Europa, widmen sich auf professionelle Art den Reizthemen der Balkan-Gesellschaft: Das ist zu viel Licht für die dunstigen Dämmerstuben der nationalen Chauvinisten und Extremisten auf dem Balkan. Zu Recht fürchten sie, dass, wenn sich ein offener Umgang mit den Themen durchsetzt, aus denen sie ihre obskure Deutungshoheit ziehen, ihr Stündlein ein für allemal geschlagen hat.

Dass sich jedoch nur zwei lokale Politiker gegen die Angriffe ausgesprochen haben, darunter keiner der Spitzenpolitiker Kosovos, ist ebenso katastrophal wie beschämend für letztere. Es zeigt unter anderem, dass etwa die Präsidentin Kosovos, Frau Atifete Jahjaga oder Ministerpräsident Hashim Thaçi in ihrer Politik auch mit den extremen Kräften des Landes rechnen. Das ist ein schlechtes Signal für den europäischen Teil der Gesellschaft Kosovos und Europa selbst, daran vermag auch das politisch durchschaubare Statement des Ministers für Europäische Integration nichts zu ändern.

 

Extremism in Kosovo

By Tobias Strahl. On 14 December, the editors of the magazine “Kosovo 2.0”, a publication dedicated to the (lack of) political culture on the Balkans, planned a public discussion with a subsequent party in Priština, the capital of Kosovo. The event should take place in the context of the release of the winter-issue of the journal. However, before the evening could start out with a reading of the authors of the new magazine, a crowd of 20 men, some of them with covered faces, burst into the venue, destroyed the stage and beat up one member of the staff of the magazine.

The new issue of “Kosovo 2.0” with the concise title “SEX” caused controversial discussions in Kosovo already prior to the release of the particular number. The reason therefore is as simple as anachronistic: the contributions to “SEX” intend to discuss sexual stereotypes at the Balkans – including their political implications – after they have been initially dragged to the daylight. The editors of “Kosovo 2.0” leave no doubts about what they intend with the particular issue: “Our message and position are clear. We see this magazine as a call to everyone to come out and break free with their sexuality. It’s an appeal to bring to an end social and legal barriers that prevent people from openly expressing their sexuality, living their sexual freedoms, and equally participating and shaping the public sphere”, writes Besa Luci in the editorial to “SEX”.

That reminds of Wilhelm Reich and Sigmund Freud and the postulations of the Sexual Revolution at the beginning of the second half of the last century. But that is an old hat – somebody might think from a (central) European perspective. But it is not at all at the Balkans. The “Parada” in Belgrade, the parade of the homosexuals in the capital of Serbia, had to be canceled last year despite heavy police detachment due to massive threats from the Serbian hooligan-scene. Sexual discrimination is on the agenda of all Balkan states. Already prior to the event on 14 December the editors of “Kosovo 2.0” were threatened with e-mails and comments at the website of the magazine.

However, the organizers of the event were not intimidated by the threats. Until after the reading, which was held due to the agreed agenda but under police protection, a crowd of approximately 100 people showed up in front of the building, chanting slogans as “Out pederasts!” and “Allah u akber!”. It was only then the organizers decided to cancel the second part of the evening to “safe rather than risk the safety of our staff and guests”, as it is said in the official statement of the organizers.

The attack at the event of the magazine “Kosovo 2.0” was condemned immediately afterwards by considerable authorities of the international community as two officials from Kosovo, Vlora Çitaku, minister for European Integration, and Petrit Selimi, deputy minister of foreign affairs, too. In his statement Selimi called on police and jurisprudence of Kosovo as well as football clubs and political parties to take action “against Friday’s violation of freedom of speech”.

 

Background and comment:

The dream of a unitary and coherent Kosovo is over. Not only since the last event, the declaration of an independent and sovereign Kosovo on 17 February 2008, in which the society of Kosovo could present itself as a unity at least to the outside world, the cracks and abysses within the society of the Balkan mini state become apparent.

Already as the Albanian intellectual and repeatedly awarded novelist Ismail Kadare criticized his fellow countrymen for their potential racism after the destruction of Serbian monasteries and churches in Kosovo on 17 and 18 March 2004 with his essay “Humiliation at the Balkans ((Poshtërimi në Ballkan), 2004)”, death threats from Albanian nationalists hailed down on him.

It is no secret: Nationalism, chauvinism, and racism have been virtually cultivated in the course of the last 20 years in Kosovo in some parts of its society. Minorities as the Ashkali and Roma, as on a frequent basis Bosnians and the few Serbs who remain in Kosovo as well have been discriminated in the same manner as the Albanians were suppressed by the Serbs at the end of the past century.

Afflicted by sexual discrimination is the part of the Kosovarian society which differs from the traditional role models of a paternalistic society. After the Serbs can no longer be instrumentalized as actual threat, the enemy stereotypes are projected into the still sufficient enough heterogeneous society of Kosovo. In a private conversation in the summer this year a good friend and Kosovo-Albanian said that the next war will be fought out amongst Albanians. This seams to be exaggerated but nevertheless refers to the current constitution of the society in Kosovo.

That is all grist to the mills of Serbian nationalists and European conspiracy theorists who claim to have anticipated this development long before. They are just as wrong as those who argue that Kosovo always has been an example of the peaceful coexistence of all ethnicities. De facto the Balkan nations, with the Serbs ahead of everyone, have aimed for years at the current desolate condition of the society of Kosovo. The latter achieved that goal amongst other things by the “privreme mere”, the “temporary measures” in the nineties of the last century which contained mass redundancies and expulsion with the result that the public cultural live in Kosovo systematically was destroyed, the Albanians were isolated and a whole generation of young intellectuals was lost.

However, nationalism, chauvinism and racism are not genuine Kosovarian problems. Serbia struggles with the same phenomena as well as Macedonia, Croatia and Bosnia and Herzegovina. The indignation and discrimination of the alleged alien is a great source of power in times of a thorough social crisis.

The paradigm, which could be observed already at the breakdown of Yugoslavia and its way into the wars from 1991 to 1999, has not been overcome until today. The nationalistic-clerical movement Dveri Srpske Pokret (Serbian Doors Movement) from Serbia as well as the Croatian Hrvatska Stranka Prava (Croation Party of the Law) or the Srpska Demokratska Stranka (Serbian Democratic Party) in Bosnia and Herzegovina are the profiteers of these conditions as well as the numerous political branches and successors of the Kosovo Liberation Army (Ushtria Çlirimtare e Kosovës), which bear great political power in Kosovo until today. The hooligans who attacked the presentation of “SEX” last Friday are in that respect not distinct at all from their Serbian counterparts.

However, more important than the political con-mans and their slogans are the many big and small prejudices, derogatory designations and fears in confrontation with the so called alien at the Balkans, to which the aforementioned can refer. These conventions, which became manifest within the societies of the Balkan states during the last two hundred years, are covering now the surface of an extremely rich and heterogeneous society like an old patina. In times of crisis it seems to be more modest to project the societal grievances onto an alleged external or internal enemy than to get into the dialogue in which the embosomed stereotypes – and therewith the might which is derived from their propagation – would be contested. But to criticize these phenomena from another European perspective seems to be only admissible while bearing in mind that we face very similar problems particularly in the east of Germany.

Against this backdrop the legal notice of Kosovo 2.0 by itself must be challenging for obstinate nationalists and their followers in Kosovo. Albanians, Serbs, Croats, all of them good to very good journalists writing critically about the society to which they belong. The layout for the journal comes from the Netherlands, and in the external publisher’s board names as those of the Dutch photographer Joan de Boer and no less than Anna di Lellio appear. The latter gathered in her outstanding monograph “A Case for Kosova” (2006), for which the aforementioned Ismail Kadare wrote the afterword, articles by notable authors such as Noel Malcolm or Ivo Banac, in which they get rid of common prejudice regarding Kosovo.

Albanians, Serbs and Croats with contribution of western European partners address in a very professional manner the battlegrounds of the Balkan-Society: This is too much of light for the recondite and ratty rear rooms of the national chauvinists and extremists on the Balkans. For good reasons they fear the public debate on subjects as the editors of Kosovo 2.0 regularly address. An open debate would cause the loss of their virtual sources of legitimacy one after another.

However, the fact that only two politicians from Kosovo condemned the attacks – no senior politician amongst them – is as well disastrous as embarrassing for the latter. It shows amongst other things, that both the President of Kosovo, Ms Atifete Jahjaga for instance or the Prime Minister Hashim Thaçi count on the extreme powers in Kosovo for their politics as well. This, however, is an imaginable bad signal for the European part of the society of Kosovo as for Europe itself too – the politically transparent statement of the Minister for European Integration of Kosovo will not make it better.

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