The same procedure as every year
Es ist mal wieder soweit: Die allseits geschätzte, geliebte und ungeliebte SG Dynamo Dresden benötigt mal wieder öffentliche Gelder. Diesmal in Form einer wesentlich niedrigeren als vor zwei Jahren vertraglich fixierten Stadionmiete in Höhe von 2,1 Millionen Euro. Natürlich konnte vor zwei Jahren noch keiner ahnen, dass Dynamo im Jahr 2010 noch nicht 1. Bundesliga oder sogar Champions League spielen würde.
Natürlich stand beim Abschluss der Verträge seinerzeit mal wieder die Existenz Dynamos auf dem Spiel. Das bewusst von beiden Seiten in Kauf genommene Hase-und-Igel-Spiel – schließlich standen damals auch Stadtratswahlen vor der Tür – wurde schlicht und einfach auf jetzt vertagt. Da in einem Monat die Lizenzunterlagen für die nächste Saison beim DFB eingereicht werden müssen, ist die Zeit mal wieder knapp. Der Stadtrat kann sich frühestens im März damit beschäftigen. Die üblichen Chaostage mit gegenseitigen Schuld- und Verantwortungszuweisungen unter dem Austausch von Schlagwörtern wie “Kindergärten statt Fußball” oder “Dynamo ist uns nicht Staatsoperette genug!” stehen wieder bevor. Am Ende wird die Stadt nachgeben müssen, da ansonsten Sinn und Zweck des Stadionneubaus ins Leere laufen.
Von diversen Frauenfußball-Weltmeisterschaften 2010 und 2011 allein kann die Spielstätte nicht halbwegs wirtschaftlich betrieben werden (man denke nur an die mangelnden Bier-Umsätze) und Roland Kaiser hat bekanntlich auch das Mikrophon an den Nagel gehängt. Der zu erwartende Kompromiss wird die akuten Grundprobleme des Dilemmas erneut in die nächsten Jahre vertagen. Am Ende wird es wie immer nur Verlierer geben – die einen, weil öffentliche Gelder in ein teilweise marodes mittelständisches Fußballunternehmen gepumpt werden, die anderen, weil man sich wie immer keinerlei Schuld bewusst ist.
Mike


Das schlimme ist, dass das alles sehr leicht vorauszusehen war und ist, das Theater ums Stadion ist kaum noch erträglich. Ein Dynamo-Ultra hat sich mal bei mir beklagt, die Stadt täte seit JAhren viel zuwenig für den Verein…das hab ich irgendwie nicht verstanden (vielleicht kanns ja mal jmd. erklären?) nach Bürgschaft etc. Mich überrascht immer wieder dieser Landeshauptstadt-Größenwahn. Wenns nach Einwohnerzahl einer Stadt ginge sähen die Ligen echt lustig (oder eben traurig) aus…Und wenns nur um Tradition und lang verjährte Erfolge ginge, dann müßten wir die oberen Ligen aber ordentlich erweitern! Dynamo scheitert mal wieder fast an der wirtschaftlichen Realität. Bleibt nur zu hoffen, daß sich das Verhalten des Clubs auch irgendwann einmal rächt, zumindest demütigt der jetzige Tabellenstand ordentlich. Bin mal gespannt was die Fans alles so abziehen, wenn das aktuelle Niveau noch 2 JAhre gehalten wird…;)…dann gibts hier noch viel Schreibstoff!
Faktenfrei und Spaß dabei – im Gegensatz zu den anderen Beiträgen in diesem ambitionierten Kontext generiert sich “Mike” ohne jedweden journalistischen Anspruch (sprich: Recherche bzw. Faktengrundwissen) und diskreditiert damit das ganze Projekt.
Was er zumindest wissen müßte: Frau OroSZ und Herr Vorjohann haben weder mit (Herren-)Fußball noch mit anderen Kulturen dieser Stadt etwas am Hut. Und über die Stadionproblematik ist genug zu finden, um sich etwas zu belesen und über billige Polemik hinauszukommen. Insofern wird er genau wissen, warum er – im Gegensatz zu seinen Mitstreitern – seinen Namen nicht nennt.
Beider, also Mikes und Markus’ Meinung strotzen von Belanglosigkeit. Die Autoren sollten bedenken: Ihre Meinung bleibt unauslöschlich bis zum Weltuntergang haften. Vor allem an Ihnen.