15. Juli 2010, 20:36
Von Torsten Klaus. Das Fußball-WM-Loch im Blog ist wohl einigen aufgefallen. Wir haben uns angesichts des ach so jauchzend vorgetragenen Medienrummels, der noch die allerletzte Biertischgarnitur zwischen Castrop-Rauxel und Morgenröthe-Rautenkranz zur Fanmeile verklärte, Zurückhaltung auferlegt. Und atmen nun durch: vorbei. Fußballerisch war bis auf wenige Ausnahmen eh nicht viel zu vermelden. Nachdem also die Nation im alles ausblendenden Jubel vereint war, der nun dankenswerterweise zusammen mit den trötenden Vuvuzelas verebbt, kann sich langsam wieder den wichtigeren Dingen gewidmet werden (die soll’s tatsächlich geben, jawoll). Also auch Zeit, um den Fußball aus anderen Blickwinkeln zu betrachten.
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18. Juni 2010, 14:00
Von Markus Loewenhaupt. Chancellor or president: Excuse me, wird in Deutschland noch Deutsch gesprochen? Neulich auf dem Heimweg: Ein Bus fährt vorbei. An der Außenseite die Werbung „FAHRSCHULE xy -: The Driving Instructor“. Aha, dachte ich, Fahrschule machen hierzulande ohnehin Leute unter dreißig Jahren. Die sprechen besser Englisch als Deutsch. Ich als Baldrentner und DDR-grundformatierter Bürger bin der deutschen Sprache und Schrift besser mächtig und lernte seinerzeit als Zweitsprache Russisch. Aber das nützt mir nichts, außer ich würde beim FC Chelsea unter Vertrag stehen. Oder, diesen Aspekt betrachtete ich noch nicht – ich hatte als NVA-Soldat Fahrstunden auf einem russischen Panzer des Typs T 55 zu absolvieren. Und – was nützte mir das? Ich habe keinen T 55. Unabhängig davon würde ich auch heute noch beim Kuppeln, Zwischengasgeben und Schalten genauso auf Deutsch und nicht auf Russisch fluchen. Aus der jüngeren Geschichte wissen wir, dass für einen der Teile Deutschlands das Lernen von der Sowjetunion nicht den damals propagierten Sieg brachte.
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